Margit-Horvath-Zentrum-KZ-Außenlager Walldorf

Gedenkstätte KZ-Außenlager Walldorf und historischer Lehrpfad

Das KZ-Außenlager Walldorf war ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass und existierte vom 23. August bis 24. November 1944. In dieser Zeit wurden 1.700 jüdische Mädchen und Frauen aus Ungarn verschleppt. Sie wurden gezwungen am Frankfurter Flughafen die Rollbahnen zu betonieren. Dies war eine Aktion der Organisation Todt (OT). Die Unterbringung erfolgte in einem Barackenlager im Wald zwischen Flughafen und Walldorf.

Lange ist KZ-Außenlager Walldurf und das begangene Unrecht in Vergessenheit geraten. Erst 1972 kam es durch einen Zufall wieder ans Licht. Jugendliche aus Mörfelden-Walldorf entdeckten bei einem Besuch des KZ Buchenwald einen alten Plan mit allen KZ-Außenstellen. Hier entdeckten sie ihren Heimatort Walldorf. Ihre eigene Recherche ergab, dass die Mädchen und Frauen unter unmenschlichen Bedingungen für die Firma Züblin die erste betonierte Rollbahn des Frankfurter Flughafens bauen sollten. Diese Baumaßnahme war für die Luftwaffe kriegswichtig.

Währen der Luftangriffe waren die Zwangsarbeiterinnen schutzlos. Sie durften nicht in die Bunker. Fünfzig der Frauen kamen aufgrund der Bedingungen zu Tode oder wurden brutal ermordet. Auf dem Neuen Friedhof in Offenbach (Abt. N, Feld II) sind sechs von ihnen begraben. Ein Gedenkstein erinnert an diese Frauen. Nur ca. 330 Frauen überlebten.

Am Standort des ehemaligen KZ-Außenlager Walldorf befindet sich seit 2016 eine Mahn- und Gedenkstätte, die die Überreste des Lagers überdacht - das Horváth-Zentrum. Es bietet Füh­run­gen zur Geschichte der KZ Außen­stelle Wall­dorf, The­men­tage, Pro­jekte für Schul­klas­sen, Jugend– und Stu­den­ten­grup­pen und weitere Ver­an­stal­tun­gen an.

Historischer Lerhpfad

Seit Ende 2000 befindet sich rund um das ehemalige KZ-Außenlager Walldorf ein Historischer Lehrpfad. Auf 16 Tafeln wird die Geschichte des Lagers und der ungarischen Zwangsarbeiterinnen dargestellt. Der Pfad beginnt am Familie-Jürges-Weg am Gedenkstein, der 1980 aufgestellt wurde. Der Gedenkstein trägt folgende Inschrift:

Zum Gedenken
an die Opfer
der ehemaligen
Aussenstelle des
Konzentrationslagers
Natzweiler
Aug.-Dez. 1944

Die Toten Mahnen
Nie wieder
Faschismus
nie wieder Krieg

 

Der Lehrpfad ist öffentlich zugänglich. Das Horváth-Zentrum bietet auch Führungen an.

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