Hänge-Birke in Greffen

Hänge-Birke in Greffen - Betula pendula

Die Hänge-Birke oder Weiß-Birke (Betula pendula) in Greffen im Kreis Güthersloh in der Nähe der Ems ist bei weitem die dickste bekannte Birke (3,7 m in 1,3 m Höhe) in Deutschland. Weltweit gehört sie zu den ersten zehn bekannten. Die stärkste wächst mit 4,20 m Stammumfang in Großbritannien. Bis vor einigen Jahren gab es noch eine stärkere in Lettland. Lettland belegt auch die Plätze sieben bis neun sowie Platz 10 gleichauf mit Greffen.

In Potsdam auf der Freundschaftsinsel steht die zweitstärkste deutsche Birke. Sie misst 3,17 m Umfang. Am Müriztsee soll es auf einem Campingplatz noch eine mit etwas über 3 m Umfang geben.

Der Stamm der Greffener Hänge-Birke ist sehr knorpelig verwachsen. Die Krone ist duch einen Astbruch (Dank des Telefonkabels?) sehr ungleichmäßig gebildet. Von Westen her gesehen sieht der Baum aus wie ein stolzer Hahn. Einer der beiden verbliebenen Kronenäste hat bereits eine ausgehöhlte Stelle.

In Frühjahr 2017 bei der Aufnahme der Fotos konnte die Birke die (industrielle) Spargelernte im Münsterland beobachten - wohl nicht zum ersten mal. Die ausländischen Erntehelfer erlebt sie wohl erst in diesem Jahrhundert.

Ihr Alter ist unbekannt. Geschätzt wurden ca. 120 Jahre, was nahe am Lebensalter von Birken liegt.

Entdeckt wurde die Birke im Jahre 2016 von einem Fotografen, der seine Fotos auf baumkunde.de unter 'Baumläufer' veröffentlicht.

Die Birke ist Baum des Jahres 2000. Weitere - zu den oben bereits genannten - Namen sind Sand-Birke, Frauenbirke (sie soll der Inbegriff des weiblichen in der Mythologie sein) und Maibirke (Frühling).

Der Worpsweder Maler Heinrich Vogeler hat die Birke in zahlreichen Gemälden verewigt.

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