Internationaler Waldkunstpfad - Kunst Ökologie

9. Internationaler Waldkunstpfad - Kunst Ökologie

Am 11. August 2018 wurde der 9. Internationale Waldkunstpfad - Kunst Ökologie eröffnet – 23 Künstlerinnen und Künstler aus neun Ländern gestalteten die weltweit einzigartige Biennale.

Zum 9. Mal organisierte der Verein für Internationale Waldkunst e. V. im Forstrevier Böllenfalltor den Internationalen Waldkunstpfad. Auf der 2,6 Kilometer langen Wegstrecke wurden 16 Exponate gezeigt, die sich mit dem Motto Kunst Ökologie beschäftigen. 23 Künstlerinnen und Künstler aus neun Ländern haben die Installationen und andere Beiträge gefertigt. Dazu waren sie von Kuratorin Ute Ritschel und Gastkuratorin Sue Spaid (USA/Belgien) eingeladen worden.

Die Künstlerinnen und Künstler

Beim Motto Kunst Ökologie ging es den Kuratorinnen darum, ökologische Prozesse und Veränderungen im Wald aufzuzeigen. Auch sollten die Künstler der Frage nachgehen, wie Kunst die Vorstellungen der Menschen über die Kreisläufe im Wald beeinflussen kann. Ganz unterschiedlich verarbeiteten die Teilnehmer das Thema. Das deutsche Duo Torsten Grosch & Haike Rausch, das als 431art firmiert, hängt an mehreren Stellen im Wald Moss indicators auf, Moosstreifen, die über die Belastung der Luft Auskunft geben sollen. Isabelle Aubry aus Frankreich fertigte Pollen Windows an – gerahmte Zeichnungen von Pollen, die deren vielfältige Erscheinungsformen dokumentieren. Bianca Bischer & Stefanie Welk aus Heidelberg haben für ihr Wald Weites Web eine Kultur essbarer Pilze angelegt. Emanuelle Camacci & Fulvio D‘Orazio aus Italien laden ein, es sich auf ihren mit Rollrasen überzogenen Green Benches bequem zu machen.

Invaders Archive nennt Rebecca Chesney aus Großbritannien ihren Beitrag, für den sie invasive Pflanzenarten sammelt und die Fundorte auf einer Landkarte festhält. Einen Garten mit Heil- und anderen nützlichen Pflanzen legt die Familie Mark, Beth & Celia Cooley aus Main/USA mitten im Wald an und nennt ihn Migrant Sanctuary Garden. Georg Dietzler aus Deutschland ermuntert an verschiedenen Stellen im Wald, dort zu verweilen und die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Die Ernennung Darmstadts zur Digitalstadt hat Christoph von Erffa & Susanne Resch aus Deutschland zu einem Wortspiel inspiriert: Ihre Musikperformance nennen sie Digitalis. Kim Goodwin aus Südafrika zimmerte aus Holzplatten und Weiden eine drei Meter hohe Aussichtsplattform: The Viewing Temple 3.

Mit dem Verfallsprozess von Altholz beschäftigten sich der Hamburger Künstler Joachim Jacob und der Darmstäter Biologe Florian Schneider. Daniela Di Maro aus Italien markiert den Weg mit Magnetsteinen und lebensbejahenden Sprüchen. Das Museum in the Woods der deutschen Künstlerin Anke Mellin zeigt Rindenreliefs und lädt ein, Fundstücke aus dem Wald dort zu deponieren. Imke Rust, die in Namibia aufgewachsen ist und jetzt in Berlin lebt, macht Energieströme – Floating Energy – in leuchtendem Rot sichtbar. Verträumt wirkt die Installation des Japaners Nobuyuki Sugihara, ein mit Knochen und Geweihen dekoriertes Mondschiff aus Steinen. Kevin Sullivan, Performancekünstler aus den USA, erinnert mit seiner Einstudierung an den Blockbuster Planet der Affen. Vera Thaens aus Belgien schließlich entwickelte Water Purification, eine innovative Strategie zum Reinigen von Bächen.

Quelle  (2.9.18): Presseerklärung

Kuratorin und Konzeption: Ute Ritschel
Gastkuratorin: Sue Spaid
Technische Leitung: Roger Rigorth und Florian Huber

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